Das ändert sich 2026 für Autofahrer im Überblick
Inhaltsverzeichnis
- 1 eCall funkt ab 2026 über LTE und 5G
- 2 Wer seinen Führerschein 2026 umtauschen muss
- 3 Warum der CO2-Preis das Tanken verteuert
- 4 Die blaue HU-Plakette wird 2026 fällig
- 5 Mehr Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer
- 6 Neue Assistenzsysteme werden Pflicht
- 7 Euro 7 und neue Produkthaftung kommen später
- 8 Und was heißt das für Gebrauchtwagen-Käufer?
Jeder Jahreswechsel bringt neue Regeln fürs Autofahren, und 2026 ist da keine Ausnahme. Manche Änderungen kosten Geld, andere bringen Sicherheit, wieder andere betreffen nur Neuwagen. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengetragen und ordnen ein, was davon für Sie als Fahrer eines Gebrauchten wirklich zählt.
eCall funkt ab 2026 über LTE und 5G
Der automatische Notruf eCall wählt bei einem schweren Unfall selbstständig die 112 und meldet den Standort. Bisher lief das über das alte 2G-Netz. Weil die Mobilfunkanbieter dieses Netz abschalten, kommt ab dem 1. Januar 2026 die neue Generation, eCall über LTE und später 5G. Pflicht ist das zunächst nur für komplett neu entwickelte Fahrzeugtypen, ab 2027 dann für alle neuen Autos.
Für Sie als Gebrauchtwagen-Fahrer ist das erst einmal Entwarnung. Ihr vorhandenes Auto müssen Sie nicht nachrüsten, und es fällt deswegen auch nicht durch die Hauptuntersuchung. Die Netzbetreiber halten das alte Netz für Notrufe noch bis etwa 2030 offen.
Wer seinen Führerschein 2026 umtauschen muss
Der alte Führerschein wird nach und nach gegen den fälschungssicheren EU-Kartenführerschein getauscht. 2026 sind die Scheckkarten mit dem Ausstellungsjahr 1999, 2000 und 2001 an der Reihe. Die Frist läuft am 19. Januar 2026 ab. Entscheidend ist dabei das Ausstellungsjahr auf der Karte, nicht Ihr Geburtsjahr. Wer die Frist verstreichen lässt, riskiert ein Verwarnungsgeld von 10 Euro.
Oft gefragt wird auch nach der geplanten günstigeren Fahrausbildung. Die ist als Reform beschlossen, greift aber noch nicht 2026. Frühestens Anfang 2027 soll der Führerschein spürbar billiger werden.
Warum der CO2-Preis das Tanken verteuert
Der wichtigste Kostenpunkt betrifft alle, die Benzin oder Diesel tanken. Der nationale CO2-Preis steigt 2026 weiter. Er ist nicht mehr fest, sondern bildet sich erstmals über eine Versteigerung in einem Korridor von 55 bis 65 Euro je Tonne. 2025 waren es noch feste 55 Euro.
An der Zapfsäule macht sich das bemerkbar. Benzin wird dadurch laut ADAC bis zu knapp drei Cent je Liter teurer als 2025, Diesel bis zu gut drei Cent. Bei einer 50-Liter-Tankfüllung sind das rund anderthalb Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt stecken 2026 etwa 18 Cent CO2-Preis in jedem Liter Benzin und gut 20 Cent im Diesel.
Wer viel fährt, für den wird ein sparsames Auto damit noch wichtiger. Ein Blick auf den Verbrauch lohnt sich beim nächsten Kauf mehr denn je.
Die blaue HU-Plakette wird 2026 fällig
Ein Blick aufs Nummernschild verrät, wann Ihr Auto zur Hauptuntersuchung muss. Die Farbe der Plakette auf dem hinteren Kennzeichen zeigt das Jahr. 2026 ist die blaue Plakette an der Reihe. Trägt Ihr Auto sie, sollten Sie den Termin nicht verschleppen. Wer die HU um mehr als zwei Monate überzieht, zahlt für die dann fällige vertiefte Prüfung einen Aufschlag, und ab acht Monaten kommen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg dazu.
Nach bestandener Untersuchung bekommt der Wagen die braune Plakette, die dann bis 2028 gilt. Den HU-Termin verbinden Sie am besten gleich mit einem Werkstattbesuch. In unserer Werkstatt bereiten wir Ihr Auto darauf vor und prüfen vorab, was ohnehin fällig ist.
Mehr Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer
Eine gute Nachricht für Berufspendler. Ab 2026 gilt die Entfernungspauschale von 38 Cent pro Kilometer schon ab dem ersten Kilometer. Bisher gab es für die ersten 20 Kilometer nur 30 Cent, die höheren 38 Cent erst ab dem 21. Kilometer. Vor allem wer eine kurze oder mittlere Strecke zur Arbeit hat, profitiert. Bei 15 Kilometern einfacher Fahrt und rund 220 Arbeitstagen kommen so über das Jahr etwa 260 Euro mehr zusammen.
Neue Assistenzsysteme werden Pflicht
Ab dem 7. Juli 2026 dürfen neu zugelassene Autos nur noch mit einem erweiterten Notbremsassistenten vom Band rollen. Neu ist, dass das System zuverlässig auch Fußgänger und Radfahrer erkennen und im Ernstfall selbst bremsen muss. Dazu kommen ein Warnsystem gegen Müdigkeit und ein verbesserter Schutz bei einem Kopfaufprall.
Das betrifft ausdrücklich Neuwagen. Ihr gebrauchtes Auto behält seine Zulassung, ganz gleich welche Assistenten an Bord sind.
Euro 7 und neue Produkthaftung kommen später
Nicht alles greift zum Jahreswechsel. Zwei Punkte lohnen den Blick voraus. Am 29. November 2026 tritt die neue Abgasnorm Euro 7 in Kraft, zunächst nur für komplett neu entwickelte Fahrzeugtypen. An Ihrem bestehenden Wagen ändert sich dadurch nichts. Und im Dezember greift eine neue EU-Regel zur Produkthaftung, die auch fehlerhafte Software und Updates in modernen Autos abdeckt. Für Käufer bedeutet das im Zweifel mehr Schutz.
Und was heißt das für Gebrauchtwagen-Käufer?
Wer gebraucht kauft, bleibt entspannt. Die neuen Pflichten für eCall und Assistenzsysteme greifen nur bei Neuwagen, Ihr Auto ist davon nicht betroffen. Einige Änderungen spielen dem gebrauchten Stromer sogar in die Karten.
Wer 2026 auf ein Elektroauto umsteigt, für den lohnt der genaue Blick. Die neue E-Auto-Förderung gibt es zwar nur für Neuwagen, dafür sparen Sie beim Gebrauchten an anderer Stelle. Die Kfz-Steuer-Befreiung gilt für Stromer bis 2035, und die THG-Quote bringt jedes Jahr einige Hundert Euro. Welche Fahrzeuge gerade bei uns stehen, sehen Sie im Fahrzeugbestand. Und wenn Sie unsicher sind, welches Auto zu Ihnen passt, melden Sie sich einfach bei uns.