Reifen einlagern und den Radwechsel dem Profi überlassen
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Zweimal im Jahr das gleiche Ritual: Sommerreifen runter, Winterreifen drauf. Und dann die Frage, wohin mit dem abgelegten Satz. Falsch gelagert altern Reifen schneller, als sie müssten. Wir erklären, wie Sie es richtig machen und wann sich der Gang in die Werkstatt lohnt.
Warum die richtige Lagerung die Reifen schont
Reifen sind empfindlicher, als man denkt. Direkte Sonne und UV-Licht machen den Gummi mit der Zeit spröde und rissig. Auch Ozon setzt ihm zu, weshalb Reifen nicht direkt neben laufenden Elektromotoren wie einem Heizungsbrenner oder einem alten Kompressor stehen sollten. Dauerhafte Feuchtigkeit und Ölreste auf dem Boden sind ebenfalls Gift.
Der ideale Lagerort ist deshalb kühl, dunkel und trocken. Ein Keller eignet sich meist besser als eine sonnige Garage. Der ADAC rät zusätzlich, die Reifen vor direkter Witterung zu schützen.
Zu Hause lagern oder ins Reifenhotel?
Wer den Platz und die richtigen Bedingungen hat, kann seine Reifen problemlos selbst lagern. Vielen fehlt aber der trockene, kühle Raum, oder schlicht die Lust, vier schwere Räder durchs Haus zu schleppen.
Dann ist das sogenannte Reifenhotel eine bequeme Lösung. Die Werkstatt lagert Ihren Radsatz fachgerecht ein und hat ihn beim nächsten Wechsel gleich zur Hand. Das kostet je nach Umfang meist zwischen 40 und 100 Euro im Jahr, oft inklusive Reinigung und einer Prüfung von Profil und Alter.
So werden Reifen richtig gelagert
Wie Sie lagern, hängt davon ab, ob die Reifen auf Felgen sitzen.
- Reifen ohne Felge stellen Sie hochkant und drehen sie alle paar Wochen etwas weiter, damit sie sich nicht verformen. Aufhängen dürfen Sie sie nicht.
- Komplette Räder mit Felge lagern Sie dagegen liegend gestapelt oder hängend an einer Halterung.
Bei Kompletträdern erhöhen Sie vor dem Einlagern den Luftdruck um etwa 0,5 bar. So gleichen Sie den langsamen Druckverlust über die Monate aus.
Was Einlagern und Radwechsel kosten
Der reine Radwechsel, also fertige Räder umstecken, kostet in der Werkstatt meist zwischen 20 und 45 Euro. Dazu können weitere Posten kommen, etwa das Auswuchten für rund 10 bis 15 Euro je Rad oder die Prüfung des Reifendruck-Kontrollsystems. Eine komplette Rechnung mit allen Zusatzleistungen landet daher schon einmal bei rund 100 Euro.
Der Vorteil der Werkstatt ist handfest. Die Räder werden mit dem korrekten Drehmoment angezogen, gewuchtet und geprüft. Wer selbst wechselt, sollte die Radschrauben nach etwa 50 Kilometern noch einmal nachziehen.
Wann Reifen zu alt sind
Das Alter eines Reifens lesen Sie an der DOT-Nummer auf der Flanke ab. Die letzten vier Ziffern stehen für Produktionswoche und Jahr, 1024 bedeutet also die zehnte Woche 2024. Spätestens nach zehn Jahren gehört ein Reifen ersetzt, Winterreifen verlieren ihre Eigenschaften schon nach etwa sechs Jahren.
Wichtiger als das Alter ist oft das Profil. Gesetzlich sind mindestens 1,6 Millimeter vorgeschrieben. Aus Sicherheitsgründen raten wir zu mehr, nämlich mindestens 3 Millimeter beim Sommerreifen und 4 Millimeter beim Winterreifen.
Reifenservice in unserer Meisterwerkstatt in Darmstadt
Ob Wechsel, Einlagerung oder ein prüfender Blick auf Profil und Alter, in unserer Kfz-Meisterwerkstatt sind Ihre Reifen in guten Händen. Wir wuchten, prüfen das Kontrollsystem und lagern Ihren zweiten Satz sicher ein.
Einen Termin buchen Sie bequem online. Mehr zu unserer Werkstatt und den weiteren Serviceleistungen finden Sie auf unseren Seiten.